Ursprung des Shiatsu

Shiatsu ist eine Therapieform, die in Japan entwickelt wurde, deren Wurzeln sich aber im alten China unter den Namen Do-In Ankkyo finden. Während der Han-Dynastie (rund 200 vChr. bis 200 nChr.) wurde diese sogenannte 'klassische östliche Medizin' aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen wurden mit dem Text des Gelben Kaisers abgeschlossen, der heute als die 'Bibel' der östlichen Medizin angesehen wird. Er behandelt verschiedene Themen, angefangen mit einer kosmologischen Erörterung des Universums - Yin und Yang stellt dabei die Grundlage aller Manifestationen der natürlichen Erscheinungen dar - bis zu Heilmethoden für Krankheiten des Menschen. Die Kernaussage dieses klassischen Textes ist die Bedeutung der Aufrechterhaltung eines gesunden Seinszustandes, indem dem energetischen Gleichgewicht von Himmel und Erde Rechnung getragen wird.

Der Text des Gelben Kaisers unterstreicht die wichtigste Aussage östlicher Heilkunde, ist die Aufrechterhaltung geistigen und körperlichen Wohlergehens, indem man der Energie von Himmel und Erde folgt, die durch unseren Körper fließt. Heilung ist ein Symptom, und damit nicht das Ziel an sich, sondern ein Mittel, um die gegenwärtige natürliche Ordnung zu erkennen. Wir erreichen das durch Untersuchung der Krankheitssymptome, deren Ursachen und die Möglichkeiten deren Auflösung, durch verschiedene Heilmethoden wie: Akkupuktur, Moxibustion, Kräuterheilkunde und Do-in Ankkyo (Dehnung blockierter Meridiane, um den Energiefluß zu reaktivieren; entweder an sich selbst, oder an anderen). Do-In und Ankkyo sind die Vorväter des heutigen Shiatsu und stehen in der frühen Tradition, die der Vorbeugung den Vorrang gibt.